Wer als Baufinanzierungsvermittler den Maklerpool wechseln möchte, steht vor einer grundlegenden Frage: Was muss ein neuer Partner heute wirklich leisten? Vor wenigen Jahren reichte oft ein günstiger Zinssatz, um Kunden zu überzeugen. Heute werden Finanzierungen komplexer, Banken prüfen genauer und Standardfälle werden seltener.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Vermittler. Wer heute erfolgreich beraten will, braucht mehr als einen guten Zinsvergleich. Entscheidend werden Erfahrung, vollständige Unterlagen und das Gespür dafür, welche Bank zu welchem Kunden passt.
Genau diese Entwicklung beobachtet auch Christian Wehner, Vorstand und Leiter Baufinanzierung bei KREDIT.DE. Der strukturierte Baufinanzierungsvertrieb arbeitet bundesweit mit rund 350 Vermittlern zusammen und hat vor wenigen Monaten den Plattformpartner gewechselt.
Bemerkenswert ist dabei weniger zu wem KREDIT.DE gewechselt ist, sondern eher warum. Denn ausschlaggebend war nach Aussage Wehners nicht der Preis. Sondern die Qualität der Zusammenarbeit.
Warum sich der Markt für Baufinanzierungsvermittler verändert
Viele Entwicklungen treffen den Markt gleichzeitig. Immobilienpreise bleiben hoch. Banken müssen strengere regulatorische Vorgaben erfüllen. Gleichzeitig bringen viele Käufer weniger Eigenkapital mit als noch vor einigen Jahren.
Hinzu kommt ein Wandel auf Kundenseite.
„Vor zehn oder fünfzehn Jahren war es für viele selbstverständlich, für das Eigenheim auf Urlaub oder Restaurantbesuche zu verzichten. Heute sind Kunden deutlich weniger bereit, ihre Lebensqualität dauerhaft einzuschränken“, beschreibt Christian Wehner die Entwicklung.
Das verändert auch die Beratung. Eine Finanzierung muss heute nicht nur rechnerisch funktionieren. Sie muss langfristig zur Lebenssituation des Kunden passen.
Parallel steigen die Anforderungen auf Bankenseite. Basel-Regelungen, energetische Anforderungen und strengere Vorgaben beim Beleihungsauslauf führen dazu, dass insbesondere Bestandsimmobilien schwieriger finanzierbar werden. Viele Banken akzeptieren geringere Blankoanteile, während gleichzeitig ein großer Teil des Immobilienbestands energetisch sanierungsbedürftig ist.
Für Vermittler bedeutet das: Die passende Finanzierung entsteht heute deutlich seltener durch einen automatischen Zinsvergleich.
Sie entsteht durch Beratung.
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Mehr InformationenWarum KREDIT.DE den Maklerpool gewechselt hat
Der Wechsel begann nicht mit einer Unzufriedenheit über Konditionen. Sondern mit einer grundsätzlichen Frage:
Aber welche Art von Partner braucht ein Baufinanzierungsvertrieb künftig überhaupt noch? Christian Wehner beschreibt den Auslöser sehr offen.
„Der Markt hat sich verändert“, sagt er. Gleichzeitig beobachte er, dass einige Plattformanbieter immer stärker auf Bonusvereinbarungen mit Banken fokussiert seien, während die Qualität der eingereichten Anträge sinke. Die Folge: Banken lehnten Finanzierungen häufiger ab, ohne überhaupt noch das Gespräch mit Vermittlern zu suchen.
Für Wehner ist genau das der entscheidende Punkt.
„Das Wichtige ist doch häufig auch in jedem Kreditfall das Menschliche. Und genau das hat uns gefehlt.“
Christian Wehner Vorstand, KREDIT.DE
Seine Kritik richtet sich dabei weniger gegen einzelne Unternehmen als gegen eine Entwicklung im Markt.
Wenn Banken und Vermittler immer weniger miteinander sprechen, leiden am Ende alle Beteiligten: Banken, Vermittler und Kunden.
Deshalb suchte KREDIT.DE bewusst nach einem Partner, der nicht nur Prozesse digital abbildet, sondern die Zusammenarbeit zwischen Vermittlern und Banken aktiv unterstützt.
Warum Beratung wichtiger wird als reines Clearing
Ein Begriff fällt im Gespräch immer wieder: Clearing.
Für viele Vermittler gehört Clearing selbstverständlich zum Finanzierungsprozess. Christian Wehner sieht den Begriff jedoch kritisch.
Seiner Erfahrung nach prüfen viele Clearingstellen in erster Linie, ob Unterlagen vollständig sind. Ob die gewählte Bank überhaupt zur Finanzierung passt, spiele dagegen häufig eine untergeordnete Rolle.
Genau darin sieht er den entscheidenden Unterschied: „Bei euch bei starpool ist es genau anders: Ihr habt eine Finanzierungsberatung und kein Clearing.“
Was meint er damit?
Aus seiner Sicht endet gute Unterstützung nicht bei einer Checkliste. Wenn eine Finanzierung eingereicht wird, sollte nicht nur geprüft werden, welche Unterlagen fehlen. Genauso wichtig ist die Frage, ob die ausgewählte Bank überhaupt die richtige Wahl ist.
Und wenn nicht? Dann erwartet Wehner mehr als eine Rückmeldung. Er erwartet einen Lösungsvorschlag.
„Es wird nicht einfach nur gesagt, dass die Bank nicht passt. Gleichzeitig bekomme ich einen Vorschlag, welche Bank stattdessen infrage kommt.“
Gerade bei komplexeren Finanzierungen spart das Zeit – und häufig mehrere Abstimmungsschleifen.
Erfahrung aus beiden Perspektiven
Christian Wehner kennt dieses Thema nicht nur aus Sicht eines Vertriebs. Vor seiner Zeit bei KREDIT.DE arbeitete er selbst als Vermittlerbetreuer einer Genossenschaftsbank.
Er weiß also auch, wie Finanzierungsanträge auf Bankseite wahrgenommen werden.
„Ich habe auf der anderen Seite gesessen und genau gesehen, welche Anträge ich gerne bearbeitet habe – und welche nicht“, erzählt er.
Besonders kritisch sieht er das klassische „Stille-Post-Prinzip“. Fehlt eine Unterlage, wird der Antrag zurückgegeben – obwohl viele Fragen im direkten Austausch mit Bank und Vermittler längst geklärt wären.
Für ihn geht dadurch etwas verloren, das sich nicht digitalisieren lässt: das persönliche Gespräch.
"Diese menschlichen Prozesse gehören für mich genauso zur Baufinanzierung wie die digitale Plattform."
Christian Wehner Vorstand, KREDIT.DE
Wie die Migration von 350 Vermittlern gelungen ist
Einen Plattformpartner zu wechseln, ist für einzelne Vermittler bereits ein spürbarer Aufwand.
Für einen Vertrieb mit rund 350 angebundenen Partnern sieht das noch einmal anders aus.
Daten müssen migriert, Zugänge eingerichtet und Prozesse angepasst werden. Gleichzeitig darf das laufende Geschäft nicht ins Stocken geraten.
Genau vor dieser Herausforderung stand KREDIT.DE.
Der Wechsel dauerte rund drei Monate. Rückblickend zieht Christian Wehner dennoch ein positives Fazit: „350 Vermittler von A nach B umzuziehen, ist keine Kleinigkeit. Mit der Unterstützung von starpool konnten wir den Umzug aber deutlich beschleunigen. Unterm Strich haben wir dadurch etwa einen Monat Arbeitsleistung eingespart.“
Für ihn war dabei weniger die technische Migration entscheidend. Wichtiger war, dass Ansprechpartner erreichbar waren, wenn während des Umzugs Fragen oder Probleme auftauchten.
Gerade in solchen Phasen zeigt sich aus seiner Sicht, ob eine Zusammenarbeit auch im Alltag funktioniert.
Weiterbildung gehört heute zur Vermittlung dazu
Die Anforderungen an Baufinanzierungsvermittler verändern sich ständig. Neue Banken, neue Richtlinien, regulatorische Anpassungen und veränderte Produkte sorgen dafür, dass Wissen schneller veraltet als noch vor einigen Jahren.
Deshalb setzt KREDIT.DE inzwischen konsequent auf regelmäßige Weiterbildung.
Nach Angaben von Christian Wehner findet durchschnittlich jede Woche eine Schulung statt – mal bankspezifisch, mal zu bestimmten Finanzierungskonstellationen oder Beratungsprozessen. Viele dieser Formate wurden gemeinsam mit starpool und Produktpartnern entwickelt.
Für ihn geht es dabei nicht nur um Fachwissen. Sondern darum, Vermittler langfristig erfolgreicher zu machen.
"Egal ob Anfänger, Quereinsteiger oder Profi – entscheidend ist, dass jeder die Unterstützung bekommt, die er gerade braucht."
Christian Wehner Vorstand, KREDIT.DE
Wenn sich echte Partnerschaft beweisen muss
Ob eine Zusammenarbeit funktioniert, zeigt sich selten im Standardfall.
Sondern dann, wenn etwas schiefläuft.
Christian Wehner erinnert sich an einen konkreten Fall.
Ein Vermittler aus seinem Team hatte eine Finanzierung bei der DKB eingereicht. Die Finanzierung wurde grundsätzlich genehmigt – allerdings mit falschen Konditionen. Ursache war ein Kommunikationsproblem auf Bankseite.
Was danach passierte, ist für Wehner entscheidend.
Statt den Fehler einfach weiterzugeben, arbeiteten Vermittler, Plattform und Bank gemeinsam an einer Lösung.
Am Ende konnte die Finanzierung wie geplant umgesetzt werden.
Für Wehner ist genau das gelebte Partnerschaft: „Ihr seid nicht nur bei den Erstfällen da, sondern begleitet uns auch dann noch, wenn es später in der Abwicklung schwierig wird.“
Solche Situationen lassen sich kaum in Leistungsbeschreibungen oder Preislisten abbilden. Sie entscheiden aber oft darüber, wie Vermittler einen Partner langfristig bewerten.
Was sich Christian Wehner noch wünscht
Gerade weil Christian Wehner die Zusammenarbeit insgesamt positiv bewertet, fällt seine Kritik umso glaubwürdiger aus.
Vor allem die Wissensdatenbank sieht er als wichtigen Bestandteil des Vermittleralltags.
Gleichzeitig wünscht er sich, dass Banken ihre Produktrichtlinien konsequenter aktuell halten.
Gerade bei Spezialfällen – etwa internationalen Einkommenssituationen, Pflegeimmobilien oder regionalen Besonderheiten – seien viele Informationen heute noch unvollständig oder veraltet.
Sein Appell richtet sich deshalb nicht nur an Plattformen.
Sondern auch an Banken.
Wer perfekte Anträge erwartet, müsse im Gegenzug auch transparent kommunizieren, welche Kriterien tatsächlich gelten.
Fazit: Warum ein Maklerpool-Wechsel heute strategisch ist
Das Gespräch mit Christian Wehner ist weit mehr als ein Erfahrungsbericht über einen Plattformwechsel.
Es beschreibt einen Wandel, der die gesamte Baufinanzierungsbranche betrifft.
Die Anforderungen an Vermittler steigen.
Standardfälle werden seltener.
Kunden erwarten mehr Beratung.
Banken erwarten bessere Qualität.
Für Christian Wehner wird deshalb künftig nicht der Vermittler erfolgreich sein, der den niedrigsten Zinssatz findet.
Sondern derjenige, der Kunden umfassend berät, Banken versteht und langfristige Partnerschaften aufbaut.
Der Wechsel von KREDIT.DE zu starpool ist in diesem Zusammenhang weniger die eigentliche Geschichte.
Er ist vielmehr ein Beispiel dafür, welche Anforderungen Vermittler heute an einen Plattformpartner stellen – und warum Qualität im Baufinanzierungsvertrieb wieder zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil wird.
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Weitere InformationenFAQ Maklerpool wechseln
Wann lohnt sich ein Maklerpool-Wechsel?
Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn Vermittler trotz guter Unterlagen regelmäßig auf fehlende Unterstützung, lange Bearbeitungszeiten oder mangelnde Erreichbarkeit stoßen. Entscheidend ist nicht nur das Produktangebot, sondern auch die Qualität der Zusammenarbeit.
Wie lange dauert ein Maklerpool-Wechsel in der Baufinanzierung?
Das hängt stark von der Größe des Vertriebs ab. KREDIT.DE hat rund 350 angebundene Vermittler in knapp drei Monaten zu starpool migriert. Durch enge Begleitung, persönliche Ansprechpartner und strukturierte Unterstützung bei der Datenmigration konnte der Prozess dabei um etwa einen Monat verkürzt werden.
Für kleinere Vermittlerbetriebe mit weniger Partnern ist der Aufwand entsprechend geringer – entscheidend ist vor allem, dass während des Wechsels das laufende Geschäft nicht ins Stocken gerät.
Reicht heute ein günstiger Zinssatz für eine erfolgreiche Finanzierung?
Nein. Gerade bei komplexeren Finanzierungen spielen Beratungsqualität, vollständige Unterlagen und die passende Bankauswahl eine immer größere Rolle.
Worauf sollten Vermittler bei einem Plattformpartner achten?
Neben Konditionen zählen vor allem fachliche Unterstützung, persönliche Ansprechpartner, Weiterbildungsangebote und ein belastbares Netzwerk zu den wichtigsten Kriterien.
Welche Rolle spielt Weiterbildung im Baufinanzierungsvertrieb?
Produkte, Richtlinien und regulatorische Vorgaben ändern sich laufend. Regelmäßige Schulungen helfen Vermittlern, Beratungen sicherer und effizienter durchzuführen.